Pilotprojekt zu einer neuen Methode für die Prüfung der Vernetzung von Biotopen

Der Aufbau der ökologischen Infrastruktur soll einen Beitrag zum langfristigen Erhalt der Biodiversität in der Schweiz leisten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die verschiedenen Biotope so miteinander vernetzt sind, dass auch für bodengebundene Arten ein Austausch möglich ist. Kleinsäuger eignen sich gut, um die Funktionalität solcher Verbindungen zu prüfen. Der Werkzeugkasten Naturschutzgenetik der WSL beschreibt die dazu nötigen Auswertungen, allerdings können die darin beschriebenen Analysemethoden mit Mikrosatelliten nicht für Kleinsäuger genutzt werden. Mit diesem Pilotprojekt soll eine Alternative, welche mit den genetischen Sequenzen arbeitet, geprüft werden. Wenn die Methode funktioniert, kann diese sowohl für die Prüfung der Funktionalität von Verbindungen, als auch für eine zielgerichtetere Förderung von Bilchen und Spitzmäusen verwendet werden.

Fachliche Begleitung Wieselförderprojekt WWF Uri

Mit seinem Förderprojekt will der WWF Uri die Bedingungen für Hermelin und Wiesel im Kanton Uri und insbesondere in der Reussebene verbessern. Begleitend zu den praktischen Massnahmen zur Förderung der Wiesel (Hermelin und Mauswiesel) wird jährlich ein Monitoring zur Erfassung der Aktivität der Wiesel mit Freiwilligen durchgeführt. UNA unterstützt den WWF Uri mit Fachwissen, insbesondere beim Monitoring und hilft bei der Bestimmung der Nachweise.

Wasserspitzmausmonitoring Kanton Baselland

Zur Abklärung des Vorkommens von Wasserspitzmäusen (Neomys fodiens) im Kanton Baselland werden entlang von ausgewählten Bächen Kotröhren eingesetzt. Die Röhren werden während vier Wochen wöchentlich von Freiwilligen kontrolliert und in den Röhren vorhandener Kot eingesammelt. Mit Hilfe von genetischen Analysen dieser eDNA-Proben wird die Herkunft des Kots bestimmt und so geprüft, welche Arten entlang dieser Gewässer vorkomm

GenSyt ETH: Pilotstudie für ein Monitoring der genetischen Vielfalt

Im Auftrag des BAFU und in Zusammenarbeit mit der WSL führt die Professur für Ökologische Pflanzengenetik (PEG) der ETH Zürich eine Pilotstudie für ein Monitoring der  genetischen Vielfalt (GenDiv) in der Schweiz durch. Es wird getestet, wie ein Monitoring der genetischen Vielfalt in der  Schweiz für eine grosse Anzahl von Tier-, Pflanzen und Pilzarten durchgeführt werden könnte. Fünf Arten aus unterschiedlichen Artengruppen, die im Artenschutz auf Interesse stossen, werden untersucht. Für das Sammeln der benötigten Proben wurde UNA angefragt, die Region Westschweiz abzudecken.

Wirkungskontrolle Fürtbächli Kandergrund

Ein Gerinneabschnitt des Fürtbächlis wird verlegt und gleichzeitig revitalisiert. UNA erhebt den Ist-Zustand des Makrozoobenthos vor der Verlegung und führt eine Wirkungskontrolle durch.

Wirkungskontrolle Aubächli Wimmis

Das Aubächli wird auf einer Strecke von 500 m verlegt und naturnah gestaltet. UNA führt die Ist-Zustandserhebung im bestehenden Gerinne für die Indikatoren Makrozoobenthos, Ufervegetation und Makrophyten durch.

4. UNA-Tour: Wirkungskontrollen von Revitalisierungen

Die Revitalisierung von 4000 km Fliess­gewässer in der Schweiz bis ~2090 ist eine grosse Heraus­forderung, welche mehrere Genera­tionen beschäftigen wird. Und wir alle befinden uns noch mitten in einem Lernprozess.

Wie packen wir es an? Und wie lernen wir gemeinsam durch jedes Revitalisierungs-Projekt, durch Wirkungs­kontrollen sowie einen guten Austausch dazu? Welche Hürden müssen aus Sicht verschiedener Experten und Interessen­gruppen aktuell beim Thema Wirkungs­kontrollen von Revitalisierungen bewältigt werden? Wir bieten interessante Inputs zu einem relevanten und aktuellen Thema im Gewässer­schutz sowie eine Plattform für eine gemeinsame Diskussion.

Vegetationsaufnahmen Kantonale Bodenfachstelle KABO

Seit 1994 misst der Kanton Bern den Zustand der landwirt­schaftlich wie auch der forstwirt­schaftlich genutzten Böden sowie der Böden im Siedlungs­raum. An 18 ausgewählten Standorten erhebt der Kanton den physikalischen, chemischen Zustand von landwirt­schaftlich genutzten Böden. Dabei wird jeweils eine ackerbauliche Fläche mit einer Natur­wiese verglichen. 2007 wurden auf den Natur­wiesen zum ersten Mal auch Vegetations­aufnahmen gemacht. UNA Wiederholt diese Aufnahmen 2021.

 

Muschelmonitoring Bieler- und Thunersee

Muschelmonitoring Bieler- und Thunersee Die Kenntnis über die Verbreitung und das Artenvorkommen der Muscheln in Berner Seen ist sehr lückenhaft. In einem Monitoring im Bieler- und im Thunersee werden die Muschelbestände der einheimischen Grossmuscheln und die Ausbreitung der invasiven Muscheln (Corbicula ssp. und Dreissena ssp.) untersucht und erfasst. Vorschlagen einer Methodik zum Monitoring in Berner…

MZB Lombachalp

Im Rahmen des Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM) werden an ca. 500 Stellen die Kleintiere von Fliessgewässern untersucht.